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Chinas neuer Heiliger

Lu Xun in der Volksrepublik China- Die gesellschaftsführende Funktion von Kunst und Literatur, dargestellt am Beispiel der chinesischen Lu Xun-Rezeption der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts

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Thomas Täubner

«War Konfuzius der Heilige der Feudalgesellschaft, so ist Lu Xun der Heilige des modernen Chinas.»
Der Autor untersucht in dieser Studie zum ersten Mal mittels der neuentwickelten Gesellschaftsführungslehre (Soziagogie) die gesellschaftsführende Funktion von Kunst und Literatur in der Volksrepublik China. Er zeigt am Beispiel der chinesischen Lu Xun-Rezeption der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts, wie es der chinesischen Obrigkeit bis heute immer wieder gelingt, den 1937 von Mao Zedong in den Rang des Kulturheiligen erhobenen linksgerichteten Schriftsteller Lu Xun (1881-1936) dem Volke gemäß der Normen zu präsentieren. Ein Phänomen!
Aus dem Inhalt: Soziagogie (Wissenschaft von der Gesellschaftsführung bzw. Gesellschaftsführungslehre) – Der «Geist Lu Xuns» und die Tradition des «wen yi zai dao» – Die sinomarxistische Lu Xun-Instrumentalisierung der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts.