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Eine unendliche Geschichte: Transferregelungen im lizenzierten Fußballsport

Zugleich ein Plädoyer für einen beitragsfinanzierten Solidarfonds

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Thomas Groß

Es besteht ein Konflikt zwischen den Zielen der Wahrung der Wettbewerbsgleichheit unter den Fußballclubs sowie der Talentförderung einerseits und der wirtschaftlichen Mobilität der professionellen Fußballspieler andererseits. Welches Instrument sich am besten zur Auflösung des Interessengegensatzes eignet, darüber herrscht Dissens. Die traditionell favorisierte Transferentschädigung wurde vom EuGH im Bosman-Urteil aus dem Jahr 1995 gekippt, erlebt jetzt aber wieder in dem 2001 in Kraft getretenen FIFA-Transferreglement eine Renaissance. Diese Arbeit geht der Frage nach, ob das neue Transferregelwerk mit Art. 39 EG kompatibel ist. Die Untersuchung fördert zutage, daß zentrale Regelungsbestandteile diesem Anspruch nicht gerecht werden. Zugleich wird aufgezeigt, daß ein beitragsfinanzierter Solidarfonds eine ökonomisch und juristisch praktikable Alternative darstellt, die Wettbewerbsgleichheit zwischen den Fußballunternehmen ebenso wie die Nachwuchsförderung zu sichern.
Aus dem Inhalt: Organisation des lizenzierten Fußballsports auf nationaler und internationaler Ebene – Mobilitätshindernisse im Profifußball - die Transferregeln – Vereinbarkeit des neuen FIFA-Transferreglements und der Transferpraxis bei inländischen Transfers mit europäischem Gemeinschaftsrecht.