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Rap: More Than Words

Series:

Eva Kimminich

Die interdisziplinär angelegte Reihe setzt sich zum Ziel, das vielschichtige Wechselspiel zwischen Mensch und Welt zu beleuchten, wie es sich im Gebrauch von Stimme, Gebärde, Geste, Schrift und Zeichen manifestiert. Dieser Band befasst sich mit einer Jugend- und populärkulturellen Praxis: mit Rap, der verbalen Komponente unter den fünf Ausdrucksformen der Hip Hop-Kultur. In nur wenigen Jahrzehnten ist diese interaktive und transnationale Kultur des Wettstreits und des Ausdrucks von Botschaften weltweit zu einem bedeutenden ästhetischen Kommunikationsmedium geworden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachbereiche machten sich das an mündliche wie schriftliche Diskurstraditionen anschließbare Genre Rap unter verschiedenen Akzentsetzungen und in verschiedenen Ländern und Kulturen zur Forschungsaufgabe. Ihre auf empirischen Untersuchungen basierenden Ergebnisse lassen erkennen, was diese Kultur alles bieten kann: eine politikrelevante (Über)Lebenspraxis und -philosophie; eine Realisierung konfrontativ-aggressiver Energien, durch die Aufbau und Fortbestand eines Kollektivs gesichert werden kann, ein set beliebig kontextualisierbarer tools, aus dem sich spezifische Strategien der Identitätsher- und -darstellung ableiten lassen; ein (Sprach)Laboratorium, in dem dominante, aber auch sub- und gegenkulturelle Symbolsysteme rekonfiguriert werden, so dass auf Wirklichkeits(ausschnitts)konstruktionen und somit auch auf die Kulturprogramme unserer Weltgesellschaft eingewirkt werden kann.
Die Herausgeberin: Eva Kimminich, Kulturwissenschaftlerin und Romanistin, wissenschaftliche Mitarbeiterin in verschiedenen interdisziplinären Forschungsprojekten und Beirätin für Jugendkultur der Deutschen Gesesellschaft für Semiotik; seit 2002 verantwortlich für das von der VolkswagenStiftung am Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg geförderte Forschungsprojekt Hass und Hoffnung. Medienkulturwissenschaftliche, semiotische und kulturanthropologische Aspekte der französischen und frankophonen Vorstadtkultur.