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Englische Elegien

Versuche der poetischen Selbstvergewisserung englischer Dichter in ihrer Auseinandersetzung mit dem Tod

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Katja Ketterle

Dieses Buch ist eine Studie zu Miltons Lycidas, Shelleys Adonais und Tennysons In Memoriam – drei Hauptwerken der englischen Elegiendichtung. Die Auseinandersetzung mit dem Tod eines befreundeten Dichters oder Weggefährten erweist sich für alle drei Dichter als ein Krisenmoment, der ihre junge Dichterkarriere zu zerstören droht. Angesichts dieser Bedrohung schreiben Milton, Shelley und Tennyson Elegien als Versuche der poetischen Selbstvergewisserung. Gelingt es dem Dichter, die elegische Tradition um ein eigenes herausragendes Werk zu bereichern, sich damit in die Genealogie berühmter Vorläufer einzuschreiben und sich zugleich die Anerkennung seiner Zeitgenossen zu sichern, erfährt er eine tiefere und endgültige Bestätigung seiner Berufung.
Aus dem Inhalt: Theoretische und gattungspoetologische Grundlagen zur Elegie – Elegische Konventionen – Forschungsüberblick – Lycidas als poetische Selbstvergewisserung in Miltons Berufungsdilemma – Adonais als Shelleys gescheiterter Versuch der poetischen Selbstvergewisserung – Tennysons In Memoriam als Liebeselegie auf einen Toten.