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Am Beispiel Eichendorff: Zur Didaktik eines Autors der Romantik im Dritten Reich

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Daniela Schirmer

Im Nationalsozialismus war vor allem die Schule der Ort, an dem der Einzelne dem nationalsozialistischen Geist entsprechend geformt werden sollte. Dabei spielte der Deutschunterricht und in diesem das Lesebuch eine fundamentale Rolle. Jeder Text, jedes Gedicht, das in den Lesebüchern aufzufinden war, wurde dieser nationalen Aufgabe untergeordnet. Dabei scheute man sich nicht, klassische Dichter mit ihren Werken in das nationalsozialistisch geprägte Lesebuch zu übernehmen und verändert auszulegen. Diese Arbeit untersucht nun ausgewählte Gedichte des Freiherrn Joseph von Eichendorff in Hinblick auf ihre Kontextualisierung in den Lesebüchern des Nationalsozialismus sowie in Bezug auf ihre didaktische Verwendung.
Aus dem Inhalt: Der politisch-historische Hintergrund der Romantik zur Zeit Eichendorffs – Der Einfluss der politisch-historischen Ereignisse auf Eichendorff und sein Verhältnis zu Heimat und Vaterland – Zur Bedeutung von Heimat und Vaterland bei Joseph von Eichendorff – Zur Verwendung der Gedichte Eichendorffs im Deutschunterricht der nachfolgenden Epochen – Deutschland auf dem Weg zum Dritten Reich – Erziehungsziele des Dritten Reiches – Die Funktion der Schule als Erfüllungsgehilfe des Staates – Die Funktion des Faches Deutsch und des Lesebuches seit dem 18. Jahrhundert – Deutschunterricht und Lesebuchdiskussion im Nationalsozialismus – Zur Didaktik des Deutschunterrichts während der NS-Zeit – Die didaktische Verwendung der Gedichte Eichendorffs im Fach Deutsch während des Nationalsozialismus – Der Bezug der Gedichte Eichendorffs zum Thema Heimat – Zur Einbindung ausgewählter Gedichte Eichendorffs in den nationalsozialistischen Wertekanon.