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Interdisziplinär geprägte Symbolik in der visuellen Kommunikation

Tendenzen therapeutisch-kunstpädagogischer Unterrichtsmodelle vor dem Hintergrund multimedialer Zeitstrukturen

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Dorothee Dahl

Die Kontraproduktivität der Reizüberflutung der menschlichen Sinneskanäle wurde im Hinblick auf die heutige multimedial geprägte Zeitstruktur und ihre Auswirkungen auf die sinnliche Wahrnehmung und die schöpferische Kreativität innerhalb des Kunstunterrichts bereits eingehend untersucht. Unter Berücksichtigung therapeutischer Ansätze im Kunstunterricht wurde dabei auf zwei ausgleichende Entspannungsverfahren hingewiesen, die zum Einsatz gelangen, wenn Konzentrationsfähigkeit gesteigert und Aggressionen abgebaut werden sollen. Der interdisziplinär geprägten Symbolik kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu: Sie fungiert zum einen als Bindeglied in der Interpretationsfindung zwischen zeitgenössischer und moderner Kunst und erfährt zum anderen über die Symbolfindung hinaus ihren therapeutischen Einsatz. Insofern stehen sich in dieser Arbeit die Symbolik und ihre autobiografische Anwendung im Kunstwerk der multimedialen Zeitstruktur mit ihren teils negativen Auswirkungen auf das menschliche Individuum gegenüber. Durch die Zunahme virtueller Realitäten ist der Kunstpädagoge in seiner Eigenschaft als therapeutischer Lebensbegleiter mehr denn je gefragt. Ihm fällt nicht nur die Schulung der sinnlichen Wahrnehmung zu, sondern er muss auch darüber hinaus die Bildung des Selbst seiner Schüler fördern.
Aus dem Inhalt: Philosophisch-semiotische Betrachtung der interdisziplinären Symbolik – Interaktionale Diskrepanz bei der Wahrnehmung allgemeiner Symbolik – Analyse visueller Kommunikationssysteme in Bezug auf die kunstpädagogische Sichtweise – Bedeutung visuell erfasster Symbolik anhand künstlerisch autobiografischer Erfahrung – Multimedial-spezifische Ausgangspunkte von kunstpädagogischen Unterrichtsmodellen.