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Minnebedingtes Schweigen in Minnesang, Lied und Minnerede des 12. bis 16. Jahrhunderts

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Katharina Wallmann

Schweigen ist in mittelalterlicher Liebeslyrik als dargestelltes Thema und Darstellungsmittel nahezu allgegenwärtig: in der Situation der Minne zwischen Ritter, Dame und Gesellschaft ebenso wie in der Vortragssituation zwischen Künstler und Publikum. Gattungen wie Wechsel, Botenlied und Tagelied sind vom Schweigen geprägt. Ver- änderungen des scheinbar gleichbleibenden Themenvorwurfs bei Hugo von Montfort, dem Mönch von Salzburg und Oswald von Wolkenstein, in den spätmittelalterlichen Liederbüchern, den Minnereden und den gereimten Liebesbriefen spiegeln die veränderten Entstehungs-, Aufführungs- und Verwendungsbedingungen dieser Literatur.
Aus dem Inhalt: U.a. «tougen minne» und der Konflikt zwischen Minne und Gesellschaft - Verlust der minnesängerischen Verschwiegen- heit - Minnebedingtes Schweigen in der «Minneburg» und in der «Jagd».