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«Naturhistoriker und Zeitenseher»

Geologie und Poesie um 1800- Der Kreis um Abraham Gottlob Werner- (Goethe, A.v. Humboldt, Novalis, Steffens, G.H. Schubert)

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Michaela Haberkorn

In einer Verbindung von literaturwissenschaftlichem und wissenschaftshistorischem Interesse beschreibt und untersucht diese Studie die Vernetzung des akademischen geowissenschaftlichen Diskurses mit dem literarischen Diskurs um 1800 sowie die Schnittstellen zwischen Gelehrtenkulturen im Umkreis des Professors für Bergbaukunde und Mineralogie an der Bergakademie Freiberg Abraham Gottlob Werner. Die durch neue Erkenntnisse in der Geologie und Paläontologie angestoßenen Debatten darüber, welche Ursachen und Zeitskalen für die Formung der Erdkruste anzunehmen seien, wirkten weit über die Grenzen der akademischen Fachgeologie hinaus und warfen Fragen nach dem Zeit- und Sinnhorizont menschlicher Existenz sowie nach der Darstellbarkeit und den Repräsentationsformen des Wissens auf.
Aus dem Inhalt: Diskurse über Zeit – Geologische Diskurse im 18. und 19. Jahrhundert – Berührungspunkte zwischen Literatur und Naturerkenntnis – Interferenzen zwischen Geologie und Poesie im Kreis um Abraham Gottlob Werner – Resümee: Eine Poetik der Tiefe.