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Die Signifikanz der Zeit im höfischen Roman

Kulturanthropologische Zugänge zur mittelalterlichen Literatur

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Barbara Nitsche

Die Arbeit zum Themenfeld ‘Zeit’ in der mittelalterlichen Literatur ist auf der Schnittstelle neuerer Forschungsansätze und -konzepte verschiedener Disziplinen angesiedelt und versucht so, der Vielfalt des Sprechens über ‘Zeit’ im höfischen Roman zu begegnen. In vier Kapiteln wird die auffällige Semantisierung von Zeit im Erec Hartmanns von Aue, die Verschränkung von normativer Rechtszeit und ‘subjektiver’ Eile in Hartmanns Iwein, der außergewöhnliche Variantenreichtum des Verhandelns von Zeit im Parzival Wolframs von Eschenbach und schließlich das ‘Zitieren’ von Zeit in Strickers Daniel herausprofiliert. Auf diese Weise soll auch ein Beitrag für ein kulturwissenschaftliches Verständnis des höfischen Romans mit seinen spezifischen Diskursüberblendungen und -verschränkungen gerade im Bereich der Zeitgestaltung geliefert werden.
Aus dem Inhalt: Von der Historischen Anthropologie zur Kulturwissenschaft – Die Signifikanz der Zeit im höfischen Roman – Semantisierung von Zeit im Erec Hartmanns von Aue: Die Nacht als Aktionsraum – Normative Rechtszeit vs. ‘subjektive’ Eile im Iwein Hartmanns von Aue – Diskursvielfalt im Parzival Wolframs von Eschenbach: Varianten des Verhandelns von Zeit – Zitierte Zeit: Daniel von dem Blühenden Tal des Stricker.