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Zentralstaat versus Regionen

Die Regionalisierungsfrage in der schwedischen Politik- Ein Strukturvergleich zwischen den Modellregionen Skåne, Västra Götaland, Kalmar Iän und der Insel Gotland

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Britta Glißmann

Im Rahmen der vergleichenden Politikwissenschaften wurde unter Beachtung der Aspekte der politics, polity und policy eine Analyse der schwedischen Modellregionen erstellt. Der schwedische Zentralstaat befindet sich in einem Dilemma, da aufgrund des Beitrittes zur Europäischen Union weitreichende Dezentralisierungsmaßnahmen erforderlich sind. Die bisherige schwedische Politik bestand aus dem Paradoxon «starker Staat und starke Kommunen». Parallel zum fortschreitenden Internationalisierungsprozess wurde eine regionale Neugliederung des Landes als Modellversuch in den Regionen Skåne, Västra Götaland, Kalmar Iän und der Insel Gotland eingeleitet. Mit der Darstellung der Modellregionen und ihren unterschiedlichen Ausgangssituationen sowie den jeweiligen regionalen Besonderheiten wird die Zusammenarbeit der staatlichen, kommunalen und regionalen Ebene im Rahmen des Pilotprojektes beleuchtet. Die Dezentralisierung und somit Übertragung von regionalen Entwicklungsaufgaben auf die subnationalen Ebenen unter Vorbehalt einer staatlichen Kontrollfunktion in Form der Provinzialregierungen hat die Effizienzsteigerung und Demokratisierung der einzelnen Regionen als Ziel. Die einzelnen Modellregionen werden in Bezug auf die Verwirklichung der regionalen Ziele untereinander verglichen und im Gesamtgefüge des schwedischen Staatssystems eingeordnet. Bis heute ist der endgültige Ausgang des Modellversuches offen.
Aus dem Inhalt: Der Zentralstaat im Wandel – Der Bildungsprozess der regionalen Ebene in Schweden – Durchführung der Regionalisierung und kritische Betrachtung der Modellregionen – Stand der regionalen Entwicklung.