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Die rechtfertigende Kraft des Evangeliums

Eine Untersuchung zum heilsgeschichtlich-personalen Verständnis des Rechtfertigungsgeschehens im Konzil von Trient

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Roberto Del Riccio

Die Arbeit beabsichtigt, verdeckte bzw. vergessene Elemente des Trienter Dekrets über die Rechtfertigung ans Licht zu bringen. Dazu werden die theologischen Implikationen in der Struktur des Dekrets durch exegetische Methoden herausgestellt. Im Licht dieses Ergebnisses werden diejenigen Elemente, aus denen der tridentinische Rechtfertigungsvorgang besteht, auf dem Hintergrund der mittelalterlichen Modelle der Rechtfertigung erläutert. Es läßt sich so ein Verständnis der Rechtfertigung feststellen, laut dem die Verkündigung des Evangeliums in der Vorbereitung zum Rechtfertigungsvorgang wesentlich gehört. Ausgehend davon bekommt die im Trienter Rechtfertigungsdekret als entscheidend betrachtete Verkündigung des Wortes Gottes im Rechtfertigungsvorgang ihre unentbehrliche Rolle wieder, die hingegen bis ins 20. Jahrhundert als Eigentümlichkeit der tridentinischen Aussagen allzuoft nicht erkannt wurde.
Aus dem Inhalt: Exegetische Methoden und Konzilstexte – Die tridentinischen Dekrete im Übergang von der kontroverstheologischen Polemik zum ökumenischen Dialog – Die Genese des Rechtfertigungsdekrets und dessen literarische Ordnung als Spiegel einer theologischen Ordnung – Der Rechtfertigungsvorgang in der mittelalterlichen Theologie und im Wortlaut des Dekrets.