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Bismarck in München

Formen und Funktionen der Bismarckrezeption (1885-1934)

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Jakob Hort

Diese Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem «Münchner Hochschulpreis 2003».
Ein Preuße in München – Bismarck, verehrt als Reichsgründer, verachtet als Zerstörer bayerischer Eigenständigkeit und Katholikenschreck – von diesem spannungsreichen Verhältnis des Münchner Stadtbürgertums zur nationalen Kultfigur wird hier erzählt. Dabei werden Formen, Bedeutung und Entwicklung der Bismarckwahrnehmung untersucht: zum einen am Beispiel der großen Bismarckfeiern anlässlich der Geburtstage 1885 und 1895, des Bismarck-Besuches in München 1892, der Totenfeier von 1898 und der Gedächtnisfeiern bis 1934, zum anderen anhand der wechselvollen und so unterschiedlichen Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der beiden Münchner Bismarckdenkmäler. Der Wandel des Bismarckgedenkens spiegelt gesellschaftliche Veränderungen wider, gibt Auskunft über politische Kultur, nationales Selbstverständnis und bürgerliches Geschichtsbewusstsein in München vom Kaiserreich bis in die Anfänge des Nationalsozialismus.
Aus dem Inhalt: Bismarckehrungen und Huldigungen: Die Feier zum 70. Geburtstag auf dem Königsplatz 1885 – «Bismarcktage» in München - der Besuch Bismarcks 1892 – Die Feiern und Ehrungen zum 80. Geburtstag 1895 – Trauer- und Gedächtnisfeiern: Die Trauerfeier auf dem Königsplatz 1898 – Das Bismarck-Jahr 1915 – Bismarckgedenken 1918-1933 – Die nationalsozialistische Inszenierung der Bismarckfeier 1933 – Bismarck im Denkmal von Kaiserreich und Weimarer Republik: Der Bismarckturm am Starnberger See - Denkmal und Rezeption – Ein Denkmal findet keinen Platz - das Bismarckdenkmal an der Isar.