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Grundzüge der Fechner-Skalierung

Prinzipien der Konstruktion psychophysikalischer Diskriminationsskalen

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Rainer Mausfeld

Die auf G.Th. Fechner zurückgehende Idee, eine psychophysikalische Skala so zu konstruieren, dass die Proportionen, mit denen ein Reiz im Urteil einer Person einen anderen Reiz dominiert, in Ab- stände der Reize auf dieser Skala «übersetzt» werden, führt formal zu einer probabilistischen Version additiv-verbundener Metrisierung, der Fechner-Struktur. Algebraische und probabilistische Eigen- schaften einer Fechner-Struktur sowie verschiedene Verfahren der Parameterschätzung können folglich allgemein untersucht werden, wobei sich die klassischen Modelle als Spezialfälle erweisen. Zudem erlaubt eine Fechner-Struktur, die Reizparameter via Techniken der isotonen Regression zu schätzen, ohne dass die Funktionsform der Response-Funktion spezifiziert werden muss. Dies lässt Unter- schiede zwischen inhaltlicher und statistischer Modellbildung deutlicher hervortreten.
Aus dem Inhalt: U.a. Anmerkungen zur Ideengeschichte der Psychophysik - Monotone Biskalierbarkeit und Fechner-Skalierbarkeit - Fechners jnd-Skalen, Thurstones Urteilsmodell, BTL-Modell, «Random utility»-Modelle, Rasch-Modell.