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Rodins Gipse

Ursprünge moderner Plastik

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Heike Höcherl

Auguste Rodin (1840-1917) gilt als Wegbereiter der modernen Plastik. Allein mit der Entwicklung des Torso als selbständiges Werk beschritt Rodin die Schwelle zur Abstraktion. Unbeachtet blieb bisher, daß diese Innovation oder auch die Bildung von Assemblagen aus der intensiven Arbeit mit Gips resultierten. In den Gipsen wird wie in keinem anderen Medium Rodins Modernität evident, in ihnen kristallisiert sich seine künstlerische Progressivität. Bereits zu Rodins Lebzeiten wurden öffentlich präsentierte Gipse von Kritikern und Publikum kontrovers diskutiert. Doch die Kunstgeschichte behandelt das Gipsœuvre bisher nur am Rande und ordnet es den Marmor- und Bronzewerken nach. In dieser Studie werden Rodins Gipsarbeiten erstmals systematisch untersucht, bewertet und im Kontext ihrer künstlerischen Rezeption dargestellt. Aus drei verschiedenen Blickwinkeln – Werkgenese, Ästhetik und Rezeption – gelangt die Monographie zu einer grundlegenden Neubewertung der Rodinschen Gipse. Anhand vieler Werkbeispiele wird ihre zukunftsweisende Stellung sowohl für Rodins Werk als auch für die moderne Plastik nachgewiesen.
Aus dem Inhalt: Forschung – Die Anfänge von Rodins Schaffen mit Gips – Rodins Gipsœuvre – Innovative Formfindungsprozesse – Die Ästhetik der Gipswerke – Zeitgenössische und postume Rezeption im Vergleich – Ausgewählte Bibliographie – Katalog der postumen Ausstellungen bis 1968 – Französisches und englisches Exposé.