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Picassos Selbstbildnisse im Spannungsfeld von Individualität und Transformation

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Uta Husmeier-Schirlitz

Die Publikation bietet erstmals einen vollständigen Überblick über Picassos Selbstbildnisse. Darüber hinaus erfolgt auch eine Bewertung ihrer Bedeutung für Picassos Werk sowie eine Beurteilung aus historischer Perspektive. Picasso, der die Grenzen der Selbstdarstellung neu definiert, vernachlässigt die Wiedergabe seiner Physiognomie zugunsten einer nahezu unerschöpflichen Fülle an künstlerischen Transformationen. Dabei geben seine Selbstbildnisse detailliert Auskunft über sein künstlerisches und privates Selbstverständnis. Nur selten bleiben sie inhaltslose und formale Experimente. Durch die Einbindung der Selbstporträts von Dürer bis Dalí wird Picassos Ausnahmestellung deutlich. Kein Künstler erarbeitete bislang eine ihm vergleichbare künstlerische und inhaltliche Vielfalt in der Selbstdarstellung.
Aus dem Inhalt: Das Selbstbildnis von der Renaissance bis zum Impressionismus – Picassos Selbstbildnisse vom wirklichkeitsgetreuen Abbild zur künstlerisch eigenständigen Selbstdarstellung – Alter Ego-Figuren als transformierte Selbstdarstellung ab 1926 – Schattenselbstbildnisse von 1927 bis 1960 – Attributive Selbstdarstellung - das gestreifte Trikot von 1938 bis 1972 – Die Darstellung der eigenen Vergänglichkeit von 1967 bis 1972 – Der Anteil und der Einfluß der Selbstdarstellung auf das Porträt im Werk von Picasso – Picassos Selbstdarstellung im Verhältnis zur Maler-und-Modell-Thematik, zu mythologischen Themen und zur Stierkampfthematik – Die Selbstdarstellung der Zeitgenossen – Von den nachimpressionistischen Einzelgängern wie Cézanne, van Gogh und Gauguin, über die Symbolisten, Expressionisten und Künstler der Neuen Sachlichkeit bis hin zu den Surrealisten.