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Das Versorgungselement im gesetzlichen Pflichtteilsrecht – mit Bezug zum englischen Erbrecht

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Katrin Stadler

Das gesetzliche Pflichtteilsrecht, das den nächsten Angehörigen des Erblassers eine zwingende Teilhabe am Nachlass gewährt, galt lange Zeit als akzeptabler Kompromiss zwischen der Testierfreiheit des Erblassers und der Familienbezogenheit des Nachlasses. In den letzten Jahren zeichnete sich in der Praxis ein spürbarer Akzeptanzverlust dieses Systems ab. Dementsprechend wird neuerdings auch in der Wissenschaft die Legitimation des Pflichtteilsrechts in Frage gestellt. Das Buch greift die aktuelle Diskussion auf und beleuchtet sie im Lichte des Gedankens der Versorgung bedürftiger Angehöriger. Vorschläge zur Reform des geltenden Pflichtteilsrechts werden unter diesem Aspekt analysiert. Vergleichend zieht die Darstellung die bedarfsabhängige Hinterbliebenenversorgung des englischen Erbrechts, das Konzept der «Family Provision», heran.
Aus dem Inhalt: Darstellung, Aufarbeitung und Analyse des geltenden Pflichtteilsrechts mit historischem Überblick – Demografische und gesellschaftliche Veränderungen im Hinblick auf die typische Struktur von Erblassern – Veränderungen in der Struktur von Vermögen und Erbschaften – Wandlungen im Familiengefüge – Analyse der «Family Provision» im englischen Erbrecht – Reformüberlegungen zum geltenden Pflichtteilsrecht.