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Die Gläubigerkonkurrenz bei einem Eingriff in das Eigentum und beschränkte dingliche Rechte

Unter besonderer Berücksichtigung des Miteigentums und des Anwartschaftsrechts an einer beweglichen Sache- Zugleich ein Beitrag zu den Gläubigermehrheiten nach §§ 420 ff. BGB und zur dinglichen Surrogation

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Ingo Frommhold

Die Beschädigung bzw. Zerstörung einer Sache, die mit einem Pfandrecht, Grundpfandrecht oder Nießbrauch belastet ist, führt häufig zu einer Gläubigerkonkurrenz: Dem Eigentümer und dem Inhaber des beschränkten dinglichen Rechts stehen Ansprüche gegen den Schädiger zu. Die Geltendmachung dieser Ansprüche berührt zentrale dogmatische Fragen des BGB: die Bedeutung und Rechtfertigung der dinglichen Surrogation; die zentrale Rolle der Gläubigermehrheiten, insbesondere das Verhältnis des § 432 BGB zum Recht der Bruchteilsgemeinschaft; die Konsequenzen im Zivilprozess; schließlich die nach wie vor umstrittene Frage des Eingriffs in das Anwartschaftsrecht des Eigentumsvorbehaltskäufers sowie die sachgerechte Verteilung des Insolvenzrisikos. Diese Probleme werden zusammenhängend und umfassend untersucht.
Aus dem Inhalt: Konkurrierende Ansprüche des Eigentümers und des Inhabers des beschränkten dinglichen Rechts – Bedeutung der dinglichen Surrogation und ihre dogmatische Rechtfertigung: Belastung des Anspruchs des Eigentümers mit einem Pfandrecht bzw. Nießbrauch? – Die Bestimmung der richtigen Gläubigermehrheit im System der §§ 420 ff. BGB: Gesamtgläubigerschaft, Mitgläubigerschaft und Teilgläubigerschaft.