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Von der «Paläobiologie» zum «biologischen Trägheitsgesetz»

Herausbildung und Festigung eines neuen paläontologischen Denkstils bei Othenio Abel, 1907-1934

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Stefan R. F. Khittel

Othenio Abel, Universitätsprofessor an der Universität Wien von 1907 bis 1934, führte den Begriff der «Paläobiologie» ein und popularisierte diesen sowohl unter den Fachkollegen als auch unter einem interessierten Laienpublikum. In der Zwischenkriegszeit wurde er unter den deutschsprachigen Wissenschaftlern sehr einflußreich und bekleidete an der Universität Wien wichtige Ämter wie das Dekanat der philosophischen Fakultät oder das Rektorat der Universität. Vom austrofaschistischen Ständestaat zwangspensioniert, ging er nach Göttingen. Sein wissenschaftlich nachhaltiger Beitrag war die Biologisierung der Paläontologie, während seine Versuche, evolutionäre Prozesse mit physikalischen Gesetzen erklären zu wollen, letztlich scheiterten.
Aus dem Inhalt: Wissenschaftsgeschichte, Epistemologie und Soziologie des Wissens – Biographische Streiflichter – Epistemologie der «Paläobiologie».