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Die Entwicklung des deutschen privaten Immissionsschutzrechts seit Beginn der Industrialisierung

Unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses der höchstrichterlichen Rechtsprechung

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Norbert Koch

Diese Arbeit zeichnet die Entwicklung des privaten deutschen Immissionsschutzrechts seit dem sprunghaften Einsetzen der Industrialisierung ab dem beginnenden 19. Jahrhundert nach. In zwei großen Abschnitten wird dabei untersucht, welche verschiedenen Entwicklungsstufen das private Immissionsschutzrecht vor und nach Erlaß des Bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich in Rechtswissenschaft, Gesetzgebung und Rechtsprechung durchlaufen hat. Wie anhand einschlägiger Urteile gezeigt wird, gelang es den Gerichten vor allem im 20. Jahrhundert, die Bedeutung des privaten Immissionsschutzrechts gegenüber den umfangreichen gesetzgeberischen Tätigkeiten auf dem Gebiet des öffentlichen Gewerbe- und Immissionsschutzrechts zu behaupten und seine Eigenständigkeit zu stärken. Vor allem infolge dieser Rechtsprechung wurde das private Immissionsschutzrecht zu einem bedeutenden Teilrechtsgebiet des Nachbarschafts- und Wirtschaftsrechts, dessen Bedeutung in Zukunft deutlich zunehmen wird.
Aus dem Inhalt: Privatrechtlicher Immissionsschutz vor und nach Erlaß des Bürgerlichen Gesetzbuches – Privater nachbarlicher Immissionsschutz in Deutschland vor dem Einsetzen der Industrialisierung – Die Reaktionen von Wissenschaft, Gesetzgebung und Rechtsprechung auf die immissionsrechtlichen Herausforderungen im Zuge der Industrialisierung – Der Einfluß der Rechtsprechung zum privaten nachbarlichen Immissionsschutzrecht auf die vorbereitenden Entwürfe eines Bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich – Privatrechtlicher Immissionsschutz nach der Novellierung des § 906 BGB im Jahre 1959 und dem Erlaß des Bundes-Immissionsschutzgesetzes von 1974 – Privatrechtlicher Immissionsschutz nach der Novellierung des § 906 BGB im Jahr 1994.