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Haftung für Falschinformation des Sekundärmarktes

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Knut Sauer

Der Fall des Neuen Marktes hat die Defizite des deutschen Rechts, was die Haftung für fehlerhafte Sekundärmarktpublikationen angeht, aufgedeckt. Dementsprechend steht die Haftung für Falschinformation des Sekundärmarktes auf der Reformagenda des Gesetzgebers. Diese Arbeit macht rechtsvergleichende und finanzökonomische Erkenntnisse für die deutsche rechtspolitische Diskussion fruchtbar und leistet damit einen Beitrag dazu, die schwierige Materie zu durchdringen. Vor dem Hintergrund der in der wirtschaftswissenschaftlichen und rechtspolitischen US-amerikanischen Literatur entwickelten und von der dortigen Rechtsprechung weitgehend aufgegriffenen Erkenntnisse über die Informationsverarbeitung und Preisbildung auf modernen Kapitalmärkten entwickelt sie ein konzeptionell stimmiges Haftungskonzept für sekundärmarktbezogene Informationspflichtverletzungen. Die Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen, insbesondere der Efficient Capital Market Hypothesis, ist nicht nur fruchtbar, sondern geradezu unentbehrlich als Wegleitung zu einer überzeugend justierten kapitalmarktrechtlichen Informationshaftung.
Aus dem Inhalt: Efficient Capital Market Hypothesis – Informationseffizienz – Marktpreisbildung – Marktmodell der Anlageentscheidung – Fraud-on-the-Market Theorie – Adressatenkreis der Sekundärmarktpublizität – Emittentenhaftung – Vorstandshaftung – Haftung des Abschlussprüfers – Haftung für fehlerhafte Abschlüsse – Haftung für fehlerhafte Ad-hoc-Meldungen – Haftung für fehlerhafte freiwillige Publikationen – Kausalitätsanforderungen – Verschuldensanforderungen – Schadensbemessung – Schadensberechnung – Ereignisstudien – Capital Asset Pricing Model.