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Bitten und Bestätigen vor und nach Erreichen der 50-Wort-Grenze

Eine Einzelfallstudie

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Johanna Bächli

In einer Einzelfallstudie wird untersucht, wie ein Mädchen im Alter von 13 bis 19 Monaten in alltäglichen und in willkürlich herbeigeführten Situationen um etwas bittet und das Eintreffen von Ereignissen bestätigt. Die parallele Analyse von Tagebuchaufzeichnungen und quasi-experimentellem Design belegt den Nutzen mehrerer Datenquellen und ermöglicht den direkten Vergleich zwischen Format und nicht strukturiertem Alltag. Während die Interaktion im Format für den Erwerb erster Worte bedeutsam ist, prägt nach Erreichen der 50-Wort-Grenze der Alltag den Zuwachs an verbaler Kompetenz. Diese Grenze ist auch entscheidend für den Wechsel von generellen zu spezifischen Signalen und für erste Bezugnahmen auf Vergangenheit und Zukunft. Das Bestätigen zeigt beginnende Reflexionstätigkeit an.
Aus dem Inhalt: Übergang von nonverbaler zu verbaler Kommunikation – Verbale Kompetenz in Alltag und Format – Generelle und spezifische Signale beim Auffordern und Bestätigen vor und nach Erreichen der 50-Wort-Grenze – Erste Bezugnahmen auf Vergangenheit und Zukunft – Vergleich von Daten aus Tagebuch und Experiment.