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«Made in USA»

Realitätskonstruktionen nach dem 11. September

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Marie-Luise Bernreuther

Die Regierung von George W. Bush hat die Terroranschläge vom 11. September gezielt zur Durchsetzung machtpolitischer Interessen instrumentalisiert , um der Öffentlichkeit gegenüber einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Irak zu legitimieren. Deren Unterstützung gewann man keineswegs mit Hilfe einzelner «Kriegs-Lügen», sondern durch die permanente Erzeugung von Bedrohungsszenarien. Der Erfolg dieser Strategie ist primär der tatkräftigen Unterstützung durch die Medien zu verdanken, deren Sensationsberichterstattung die öffentliche Aufmerksamkeit achtzehn Monate lang auf eine angebliche Gefährdung durch den internationalen Terrorismus und auf Massenvernichtungswaffen lenkte. In der Folge gingen die Fähigkeiten zu einer rationalen und angemessenen Situationsanalyse sukzessive verloren.
Aus dem Inhalt: Informationsvermittlung im Zeitalter der Mediokratie – Die Medienlandschaft in den Vereinigten Staaten – Die amerikanische Energiepolitik – Regierungsrepräsentanten und Ölindustrie – Realitätskonstruktionen – Die Inszenierung von Bedrohungsszenarien.