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Die Literatur «bemächtigt sich» der Reklame

Untersuchungen zur Verarbeitung von Werbung und werbendem Sprechen in literarischen Texten der Weimarer Zeit

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Gisela Müting

Walter Mehrings Gedicht Die Reklame bemächtigt sich des Lebens, 1921 in der Programmzeitschrift von Max Reinhardts Kabarett Schall und Rauch abgedruckt, verweist auf grundlegende Veränderungen der deutschen Literatur in den zwanziger Jahren. Diese muß sich mit der damals expandierenden modernen Werbung, einer neuen Facette der Alltagswirklichkeit in den Metropolen, auseinandersetzen, sie aufnehmen und inhaltlich wie sprachlich in den Diskurs eintreten. Im literarischen Werk, besonders in neusachlichen Texten, erscheinen nun – neben den traditionellen Formen von Reklame – die der modernen Wirtschaftswerbung. Diese Arbeit untersucht auf der Basis ausgewählter Texte, wie Autoren in der Weimarer Zeit Werbung bewerteten, sie als neues gestalterisches Mittel entdeckten und verarbeiteten. Ihre Bewertung entbehrt auch heute nicht der Aktualität, und damals entwickelte neuartige Formen und Techniken haben im 20. Jahrhundert der Literatur wesentliche Impulse vermittelt.
Aus dem Inhalt: Die Verarbeitung von Werbung in fiktionaler Literatur – Thematisierung von Werbung als Zeitphänomen – Darstellung von professioneller Werbetätigkeit – Verarbeitung von Werbeträgern / Werbemitteln – Verarbeitung von Zitaten aus der Werbung – Übernahme des Sprachstils von Werbung.