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Die Rolle Wiens im Prozess der Staatswerdung der Slowakei 1938/39

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David Schriffl

Diese Arbeit beleuchtet die Rolle Wiens bei der Errichtung eines slowakischen Staates. Bisher wurde der Bedeutung der handelnden Personen der Wiener NS-Hierarchie in diesem Zusammenhang kaum wissenschaftliche Aufmerksamkeit zuteil. Diese Lücke soll durch die Heranziehung der vor allem im Bundesarchiv vorhandenen Bestände geschlossen werden. Dabei handelt es sich vornehmlich um Akten von Geheimdienststellen in Wien und der Slowakei sowie den Nachlass des Wiener Reichsstatthalters Seyss-Inquart. Bisherige Darstellungen zeichneten ein auf Berlin zentriertes Bild der Vorgänge rund um die Zerschlagung der Tschechoslowakei. Nun wird der hohe Grad an Eigenständigkeit der Wiener Stellen in dieser Frage ebenso deutlich wie die Rückwirkungen der Wiener Aktionen sowohl auf die Berliner Reichs- als auch die slowakische Innenpolitik dieser Zeit.
Aus dem Inhalt: Die Rolle Wiens bei der Staatswerdung der Slowakei – Voraussetzungen für die Einflussnahme Wiener Stellen auf beiden Seiten der Grenze – Seyss-Inquart und Bürckel – Die autonome Slowakei – Die Gründung des slowakischen Staates – Der Reichssender Wien als Instrument der Diversion – Die Rolle des Sicherheitsdienstes – Klärung territorialer Fragen im Grenzgebiet.