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Hansen, Hamsun und die Wahrheit

Eine Studie zur dänischen Dokumentarliteratur am Beispiel von Thorkild Hansens «Hamsun-Prozess»

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1948 wurde Knut Hamsun durch einen Prozess zum Landesverräter er- klärt. Hansens Darstellung des Falles, die für Hamsun Partei er- greift, erschien dem skandinavischen Publikum, vor allem jedoch den Norwegern, als Verzerrung der Tatsachen. Unmittelbar nach Er- scheinen des Romans im Jahr 1978 entfachte sich eine heftige De- batte. Man stritt um historische Fakten. An diesem Streit um die Wirklichkeit wird die zentrale Problematik der Dokumentarliteratur sichtbar: Ist ihre Realitätsnähe nichts als pure Illusion, hat sie der Fiktionsliteratur gar kein Mehr an Objektivität voraus? Diesen Fragen geht die vorliegende Arbeit nach. Sie berücksichtigt dabei die Traditionen der Dokumentarliteratur in Naturalismus und fakto- graphischer Literatur der 20er und 30er Jahre.
Aus dem Inhalt: Der Naturalismus als Vorläufer dokumentarischer Literatur - Zur Gattungsgeschichte: Die Anfänge der Dokumentar- literatur - Zur neueren Diskussion um die Dokumentarlitera- tur - Dokumentarliteratur in Dänemark - Der Autor Thorkild Hansen - Der Dokumentarroman «Der Hamsun-Prozess».