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Die Balkankrise als Gegenstand der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP)

Die EU zwischen Integration und Kooperation

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Cemal Karakas

Seit dem Ende des Ost-West-Konflikts nimmt die Debatte um die künftige europäische Sicherheitsarchitektur einen wichtigen Platz im politischen und wissenschaftlichen Diskurs ein. Lange vor den Ereignissen des 11. September 2001 begann die EU, ihre Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) zu vertiefen. Auslöser für diese Neuorientierung waren die Kriege im ehemaligen Jugoslawien, bei denen in den Jahren 1991 bis 1999 über 250.000 Menschen starben. Die EU passte ihre Strategien und Aufgaben an die neuen globalen Herausforderungen an und vertiefte die GASP um die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP). Ziel dieser Untersuchung ist es, durch eine sowohl theoretische als auch empirische Analyse des EU-Krisenmanagements kritische Rückschlüsse auf die Leistungs- und Krisenreaktionsfähigkeit der GASP zu ziehen und Empfehlungen für ihre künftige Ausgestaltung zu geben.
Aus dem Inhalt: Theoretische Grundlagen der außenpolitischen Zusammenarbeit – Großtheorien der Teildisziplin Internationale BeziehungenRealistische SchuleInstitutionalismus – 1. Phase der Balkan-Krise: Slowenien, Kroatien, Bosnien (1991-95) – Formulierung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) mit dem Vertrag von Maastricht (1992) – Überarbeitung der GASP in den Verträgen von Amsterdam (1997) – 2. Phase der Balkan-Krise: Der Krieg im Kosovo (1998/99) – Ausgestaltung der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) seit 1999 – Überarbeitung der GASP in den Verträgen und Nizza (2000) – 3. Phase der Balkan-Krise: Die Unruhen in Mazedonien (2001) – Entwurf über den EU-Verfassungsvertrag und die Relevanz der GASP (2003) – Analyse des EU-Krisenmanagements sowie die Weiterentwicklung der GASP im Lichte der Großtheorien des (Neo)Realismus sowie des Institutionalismus.