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Franz Kafka: Offene Lebensform - Offene Kunstform

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Ivan Soldo

Aus der Einzelzelle, in der laut Schopenhauer das «Glück» auf jene wartet, «die sich selber genügen», betrachtet Kafka den alltäglichen Ertrag seines «wollüstigen Geschäft(es)», den er für sich und die «Welt» er-schrieben hat. Wir werden Zeugen eines unaufhörlichen Anrennens gegen die Mauern seines freigewählten Kerkers, der Li- teratur. Die Erkenntnis, dass die Trennung zwischen Leben und Literatur unausweichlich und zugleich tödlich ist, wird als wahre, offene Nicht-Geschichte realisiert. Leben und Kunst kämpfen in seinem Werk um ihre grösste Gemein- samkeit, die offene Form.
Aus dem Inhalt: U.a. Gedanken zur ästhetischen Offenheit von Franz Kafkas Literatur und zu ihrer unabschliessbaren Forschung - Von Erfahrung der «Verzweiflung» zum Bild des «horror vacui» - Die Poetik des Schreiben-müssens - Zwischen der einsamen Vorstellung und der gemeinsamen Mitteilung.