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Ausgesprochen schuldig

Dogmatische und metadogmatische Untersuchungen zum Schuldspruch

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Stefanie Schork

Schuldspruch statt Strafe? Diese Frage wird man sich nach der Lektüre der Untersuchung zu stellen haben. Gegenstand der Arbeit ist der Schuldspruch im Strafprozess – ein Institut, das zunächst aus der gewohnten und nur auf den ersten Blick zwingenden Verknüpfung mit dem Strafausspruch gelöst wird. Aus sprachtheoretischer, materiell- und prozessrechtlicher Perspektive betrachtet, ergeben sich verschiedene Bedeutungszusammenhänge. Dabei erweist sich der Schuldspruch als Instrument sui generis im Umgang mit delinquentem Verhalten. Unter den ihm zugeschriebenen Funktionen sind aber auch solche, die bisher allein der Strafe zugeordnet werden. Damit verwischen Grenzen, und es wird ein neues Problemfeld eröffnet: Ob und wie unterscheiden sich Schuldspruch und Strafe und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander?
Aus dem Inhalt: Kennzeichen des Schuldspruchs – Der Schuldspruch und die Rechtsfolgen - Konstellationen im materiellen Recht – Feststellungsfunktion - der Schuldspruch als Abschluss des Verfahrens – Klarstellungsfunktion - der Schuldspruch als Abbild begangenen Unrechts – Expressive Funktionen - der Schuldspruch als Unwerturteil – Repressive Funktion - der Schuldspruch als Übel – Der Schuldspruch und die Strafzwecke – Der Schuldspruch in der kriminalpolitischen Diskussion.