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Zur kognitionspsychologischen Begründung einer systematischen Melodielehre

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Elke Winkelhaus

Der häufig beklagte «Mangel» an Melodielehre-Schriften ist angesichts ihrer Vielzahl nicht länger haltbar, sondern betrifft letztlich die fehlende Kontinuität der Auseinandersetzung auf dem Gebiet der Melodie sowie das Nichtbeachten der kognitiven Prinzipien der melodischen Wahrnehmung. Für die Untersuchung der kognitionspsychologischen Bedeutung musiktheoretischer Melodiebildungsregeln ist die Unterscheidung und Beziehung zwischen den Techniken der kompositorischen Melodiebildung und den universellen sowie individuellen kognitiven Wahrnehmungsprinzipien der subjektiven Melodiebildung entscheidend. Auf dieser Grundlage lassen sich «gute Melodien» als gut kognitiv fassbare Melodien definieren, die sich durch bestimmte, empirisch nachweisbare melodische Strukturmerkmale auszeichnen.
Aus dem Inhalt: Melodien als Untersuchungsgegenstand der Musiktheorie (Melodielehre) und der kognitiven Musikpsychologie (Prinzipien der kognitiven Verarbeitung melodischer Strukturmerkmale) – Kognitions- und gestaltpsychologische Aspekte der subjektiven Melodiebildung – Empirische Analyse der kognitiven Fassbarkeit von Melodien.