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Literarische Produktivität

Untersuchungen zum ästhetischen Verfahren bei Arno Holz, Alfred Döblin, Bertolt Brecht und Alexander Kluge

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Wilhelm Heinrich Pott

Wenn die komplexe und unübersichtliche Realität des technisch-industriellen Zeitalters literarisch nicht mehr umstandslos als geschlossene Totalität repräsentiert werden kann, so begründen sich aus dieser Aporie funktionale Veränderungen des ästhetischen Verfahrens. In den vorliegenden Untersuchungen geht es um produktionsästhetische Neuansätze, die sich auf den gesamten literarischen Kommunikationsprozess einschliesslich der Aktivität des Rezipienten erstrecken: um die Scientifizierung des Naturalismus bei Arno Holz, um den «epischen Kinostil» in Alfred Döblins Grossstadtroman «Berlin Alexanderplatz», um das «dialektische Theater» Bertolt Brechts und um den «Anti-Realismus aus einem realistischen Grund» in den Montage-Texten und -Filmen von Alexander Kluge.
Aus dem Inhalt: U.a. Die Leistungsfähigkeit des Produktionsbegriffs für Literatur und Kunst - Konzepte zum gesellschaftlichen Funktionswandel der Literatur im 20. Jahrhundert - «Konsequenter Naturalismus» bei Arno Holz - Über den Zusammenhang von literarischer Schreibweise und Wahrnehmung moderner Realität - Brechts «Theater des wissenschaftlichen Zeitalters» - Literatur und Film als erfahrungsbestimmtes Produkt im Kopf des Rezipienten - Über Texte und Filme von Alexander Kluge.