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Ästhetische Inszenierungen in der Ethnographie

Bronislaw Malinowski im Spannungsfeld der Kulturen

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Juliane Kiepe

Diese Arbeit setzt sich mit Problematik und Diskussion der Gewährleistung von Authentizität textlicher und/oder bildlicher Darstellung von Forschungsergebnissen in der Ethnographie auseinander. Die Autorin entwickelt ihre Thesen zur Problematik der objektiven Abbildung fremder Kulturen in der Ethnologie anhand des funktionalistischen Ansatzes Bronislaw Malinowskis. Dies geschieht mit Bezugnahme auf die in den Kulturwissenschaften erst viel später geführte Writing-Culture-Debatte. Neben einem Überblick über die technische und historische Entwicklung der Photographie im Allgemeinen und ihrer Relevanz für die Ethnologie erläutert die Arbeit, ob Photographien objektive Wiedergaben fremder Kulturen sein können. Am Beispiel von Malinowskis Monographien werden die unterschiedlichen Funktionen der ethnologischen Photographie dargelegt. Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob und wie sich die von Malinowski proklamierte teilnehmende Beobachtung in Bild- und Textmaterial erkennen lässt und welche Schwierigkeiten sich hieraus für die Bewahrung kultureller Authentizität ergeben.
Aus dem Inhalt: Malinowski im anthropologischen Kontext – Teilnehmende Beobachtung und emisch-etischer Konflikt – Writing-Culture-Debatte und Malinowski – Ästhetische Inszenierung von Texten und Bildern – Photographische Ästhetik bei Malinowski – Hermeneutisches Dilemma: ästhetische Inszenierung und Wirklichkeitsgebundenheit.