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Tradition und Utopie

Zum Verständnis der musikalischen Phantasien in Hans Henny Jahnns "Fluß ohne Ufer</I>- Mit einem Index sämtlicher musikalischer oder musikbezogener Begriffe in Hans Henny Jahnns "Fluß ohne Ufer</I>

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Diethelm Zuckmantel

Hans Henny Jahnn ist eine der facettenreichsten Persönlichkeiten in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Neben seinem dichterischen Werk als Dramatiker und Epiker betätigte er sich auch als Orgelbauer, Akustiker, Agronom, Hormonforscher, Ökologe, Architekt, Zeichner, Herausgeber frühbarocker Notenmanuskripte, Opernlibrettist und dilletierender Komponist. Zu seiner musikästhetischen Heimat erklärte Jahnn die norddeutsche Orgelschule der Vor-Bach-Ära (die Lauterkeit Scheidts, die Musikalität Buxtehudes). Vor diesem Hintergrund ist der Komponist Gustav Anias Horn, der Protagonist seiner großen Roman-Trilogie Fluß ohne Ufer, als durchweg an der Vergangenheit orientierter Künstler dargestellt, der Präludien, Fugen, Inventionen und Symphonien komponiert. Diese Untersuchung zeigt, daß der Roman aber gleichermaßen utopische Gedanken birgt, daß Jahnn in seinen musikalischen Phantasien sogar Konzepte und Ideen entwickelte, die im Werk heutiger Komponisten zum Teil bereits Wirklichkeit geworden sind.
Aus dem Inhalt: Biographische Voraussetzungen für das Musikverständnis von Hans Henny Jahnn – Musik in der Romanhandlung von Fluß ohne Ufer – Horns Werke – Notenbeispiele im Text – Orgel und harmonikales Denken – Die Musik Gustav Anias Horns und die Arbeiten heutiger Komponisten – Das elektrische Klavier – Conlon Nancarrow – Musik und Natur: Gesang der Vögel – Sternenklang – Unhörbare Klänge – Soundscape – Gestaltete Zeit in Fluß ohne Ufer – Index sämtlicher musikalischer Begriffe in Hans Henny Jahnns Fluß ohne Ufer.