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Konstruktionen des «Germanen» in bildungsbürgerlichen Zeitschriften des deutschen Kaiserreiches

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Esther Leroy

Das deutsche Kaiserreich nach 1871, besonders unter der Regentschaft Wilhelms II., ist von einer immensen Begeisterung für alles Nordische gekennzeichnet. Die Studie stellt die Frage nach den Gründen für diese zeitgenössische Popularität der Germanen. Sie weist nach, dass die bisherigen Interpretationen der Germanenideologie zu kurz greifen. Die Berufung auf die Germanen stellt einen Versuch dar, ein bis dato auf populärer Basis wenig genutztes semantisches Feld als Interpretationsmuster der Gegenwart zu etablieren und damit ein Stück bildungsbürgerlicher Kompetenz zur Erklärung gesellschaftlicher Prozesse wieder zu gewinnen.
Aus dem Inhalt: Nation - Volk - Rasse – Die Instrumentalisierung des Germanen – Wissenschaft und ihre Transzendierung – Krise der Kultur und das Bedürfnis nach Erneuerung – Deutschland zwischen Regionalität und Weltgeltung – Abgrenzungsstrategien gegenüber anderen Nationen.