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Synergien der Sinne für die Bewegungsregulation

Effekte multisensorischer Konvergenzen bei der Wahrnehmung, Beurteilung und Ausführung von Sportbewegungen

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Alfred Effenberg

Die Wahrnehmung, die Beobachtung von Bewegungen anderer Menschen bildet den Ausgangspunkt für das Bewegungslernen. Doch wie funktioniert die Wahrnehmung von Bewegungen überhaupt? Welche Funktionen besitzen die einzelnen Sinne bei der Bewegungswahrnehmung? Arbeiten die Sinne getrennt oder werden sie zu einem Wahrnehmungssystem integriert? Welchen Einfluss haben solche strukturellen Aspekte der Wahrnehmung auf die Qualität von Information, Perzepten und Bewegungsrepräsentationen? Neurophysiologische Studien zeigen, dass die einzelnen Sinne tatsächlich zu einem Wahrnehmungssystem integriert werden. Verhaltenspsychologische Arbeiten belegen, dass multisensorische Integrationen wahrnehmungs- wie regulationsseitig wirksam werden. Was bedeutet das für die Sportpraxis? Mit eigenen empirischen Untersuchungen wird gezeigt, dass mit einer zusätzlichen Bewegungsakustik multimodal dargestellte Sportbewegungen genauer wahrgenommen, beurteilt und nachvollzogen werden können. Die entsprechenden reizseitigen Bedingungen und wahrnehmungsseitigen Mechanismen werden detailliert beschrieben. Die intermodale Transformation von Information auf Basis der Bewegungs-Sonification stellt einen neuen Ansatz in Sportwissenschaft und Verhaltenspsychologie dar. Nachvollzugs- und Lernprozesse in Sport und Rehabilitation sollten so effizienter gestaltet werden können.
Aus dem Inhalt: Multisensorische Integrationen: Neuronale Mechanismen und verhaltensseitige Effekte – Effekte multisensorischer Integration in der Wahrnehmung und bei der Handlungssteuerung – Die visuelle Wahrnehmung biologischer Bewegungsmuster – Kinetisch-akustische, auditive und audiomotorische Funktionen und Zusammenhänge – Untersuchungen zur Akzeptanz komplexer bewegungsdefinierter Klangsequenzen – Untersuchungen zur auditiven Identifikation akustisch abgebildeter Bewegungen.