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Die «Westliche Post»und der Erste Weltkrieg

Eine deutschsprachige Zeitung in den USA zwischen «Vaterland» und «Adoptivvaterland»

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Ingeborg Gundlach

Deutsche sind im 19. Jahrhundert in großer Zahl in die USA eingewandert. Von ihrem Beitrag zur amerikanischen Kultur sind heute nicht mehr viele Spuren zu erkennen. Für diese Entwicklung war der Erste Weltkrieg entscheidend. An einer überregionalen deutschsprachigen Zeitung wie der Westlichen Post lassen sich die Auswirkungen des Krieges aus der Sicht der Deutschamerikaner untersuchen. Es war zu klären, aus welcher Perspektive die Zeitung das «Vaterland» Deutschland und aus welcher sie das «Adoptivvaterland» USA betrachtete. Die Westliche Post fungierte als Medium, welches ihren deutschamerikanischen Lesern Meinungen über ihr «Vaterland» vorgab. Diese hatten wiederum Relevanz für die Wahrnehmung all dessen, was im «Adoptivvaterland» durch den Krieg auf die Deutschen einstürmte: Sie gerieten in eine Identitätskrise, aus der sich viele nur durch Verleugnung ihres Deutschseins retten konnten.
Aus dem Inhalt: Beschreibung der Westlichen Post als Quelle: Aufbau, Themenauswahl, Leserkreis; der Aspekt der Bildervermittlung – Darstellung von Deutschland und den USA vor Ausbruch des Krieges aus dem Blickwinkel der Westlichen Post: Innere Struktur des Kaiserreiches und seine imperialen Ziele; Außen- und Innenpolitik der USA; Lokalpolitik in St. Louis (Erscheinungsort der Westlichen Post) – Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges und seine Auswirkungen auf die Deutschamerikaner: «Lusitania»-Versenkung als Beginn der flächendeckenden Deutschfeindlichkeit; Präsidentenwahl 1916 unter dem Eindruck des Krieges; Verteidigungsstrategien der Deutschamerikaner; Kriegseintritt der USA mit Konsequenzen für die Deutschamerikaner – Reflexion über das Medium Westliche Post als Quelle für die Entstehung von Bildern und deren Bedeutung für die Deutschamerikaner.