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Leben und Zeitkritik in Hegels frühen Schriften

Zur zeitkritischen Dimension des Begriffs des Lebens

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Miriam Mesquita Sampaio de Madureira

Hegel gilt mit Recht als einer der zentralen Philosophen – wenn nicht als der Philosoph – der Moderne. Diese Untersuchung betrachtet die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Leben und Zeitkritik in Hegels frühen Schriften (1793-1800) im Hinblick auf seine Deutung der modernen Welt. Sie zeigt, dass in dieser Entwicklung drei implizite Auffassungen des Lebens unterschieden werden können: die Lebendigkeit der griechischen Antike, der Frankfurter Lebensbegriff und eine relationale Konzeption. Diese Auffassungen des Lebens stehen mit verschiedenen Etappen einer zeitkritischen Diagnose in Verbindung. Die Veränderungen im Verhältnis zwischen Leben und Zeitkritik verdeutlichen einerseits Hegels zunehmende Bejahung der modernen Welt und andererseits den Übergang zu einer Kritikform, die als immanent zu bezeichnen ist.
Aus dem Inhalt: Das lebendige Band: Die Lebendigkeit der Antike in Hegels Tübinger und Berner Schriften – Leben als Verbindung: der Frankfurter Begriff des Lebens Verbindung und Entzweiung: Die Zeitkritik des Begriffs des Lebens Leben als Organisation von Verbindung und Nichtverbindung: Die relationale Struktur des Lebens und Hegels neue Deutung der modernen Welt – Kritik und Leben.