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Buenos Aires in der argentinischen Lyrik

Postkoloniale Identitätssuche und literarische Diskurse

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Sabine Fremmer

An der Schwelle zum 20. Jahrhundert verwandelt sich Buenos Aires durch beschleunigte Industrialisierungs- und Modernisierungsprozesse, vor allem aber durch die massive Einwanderung aus Europa, zur multikulturellen Metropole. Die Autorin untersucht die verschiedenen Darstellungsformen von Buenos Aires in der Lyrik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die in enger Verbindung zu den kontrovers geführten postkolonialen Identitätsdebatten stehen. Der lyrische Text dient dabei als Medium zur Aushandlung gesellschaftlicher Differenzen, und entsprechend erscheint Buenos Aires als europäische «Kosmopolis» auf amerikanischem Boden, als Schmelztiegel der hybriden Immigrantenkulturen oder aber als Erinnerungsort der altargentinischen Traditionen.
Aus dem Inhalt: Argentiniens Identitätssuche im Kontext der postkolonialistischen Theorie – Die Genese der argentinischen Identitätsdiskurse seit der Unabhängigkeit von Spanien – Die Bedeutung von Buenos Aires innerhalb der argentinischen Identitätsdebatten – Das Problem der Identität in der Lyrik des neoclasicismo, des modernismo, des sencillismo und der Avantgarde – Kontroverse lyrische Modellierungsweisen von Buenos Aires.