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Soziale Herkunft, Lebensstil und Studienfachwahl: eine Typologie

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Markus Schölling

Das Ziel dieser Untersuchung ist es gewesen, empirisch zu prüfen, welchen Einfluss die soziale Herkunft und das dort vermittelte Kulturkapital auf die Studienfachwahl haben. Dazu wurde zunächst das in der empirischen Bildungsforschung fest verankerte Konzept der Studienmotivation kritisch diskutiert. Diesem Konzept kann man unter theoretischen und methodischen Gesichtspunkten entgegenhalten, dass es die Bildungsexpansion nicht zu erklären vermag. Zudem ist eine handlungstheoretische Verkürzung feststellbar, indem von einem Interesse direkt auf die Studienwahl geschlossen wird, ohne die Genese von Interessen selbst erklären zu können. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Studienwahl nicht aus Interessen resultiert, sondern aus einer Wahlverwandtschaft zwischen persönlichem Habitus und Fachhabitus.
Aus dem Inhalt: Die Studienfachwahl - Motive oder sozialstruktureller Determinismus? – Die Bildungsexpansion und die neuen Sozialschichten an den Hochschulen – Theoretisches Rahmenkonzept – Beschreibung der Fachkulturen – Erklärungsansatz der Studienfachwahl – Entwicklung eines Modells der Studienfachwahl – Vorstellung des Fragebogens – Empirisches Datenmaterial – Herkunftsprofile – Gegenwartskultur.