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Kirche und Konzentrationslager

Katholische Aufklärungspublizistik in der Zeit von 1945 bis 1950

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Birgit Weißenbach

Unzählige katholische Priester starben in den Konzentrationslagern des Dritten Reichs. Sie wurden gefoltert und ermordet. Die, die überlebten, schwiegen nicht. Sie schrieben ihre Erlebnisse auf und veröffentlichten sie. Ein Forum dafür boten die Bistumsblätter der katholischen Kirche. Dort sind in der Zeit von 1945 bis 1950 erschütternde Texte katholischer Geistlicher zu finden, die ungeschönt über den KZ-Alltag, über den Sadismus der SS-Wachen, über den tristen Alltag im Lager, aber auch über eine Priesterweihe oder Gottesdienste in den Baracken berichten. Obwohl in den Nachkriegsjahren Papierknappheit bei den Verlagen herrschte, betrieb die Kirche anhand der katholischen Publizistik eine intensive Aufklärungsarbeit über die Gräueltaten in den Konzentrationslagern.
Aus dem Inhalt: Entwicklungsphasen des KZ-Systems – Funktion und Maßregelung der katholischen Presse – Das Verlags- und Zeitschriftenwesen nach dem Zusammenbruch – Die ersten Zeitungen und Zeitschriften nach dem Zusammenbruch – Der KZ-Häftling als Kulturwesen – Religiöses Leben und religiöse Handlungen im KZ – Widerstand und christliches Selbstverständnis – KZ-Priester als Märtyrer – Geistliche Opfer in Zahlen – Nächstenliebe / Caritas im KZ – Seelsorge im KZ – Mütter im KZ – Priesterweihe im Lager – Kriegsverbrecherprozesse nach 1945 und die Auflösung des Lagers Dachau – Prosa über das KZ.