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Die strafmildernde Wirkung des Geständnisses im Lichte der Strafzwecke

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Sandra Hönig

Die Untersuchung hat die strafmildernde Wirkung des Geständnisses zum Gegenstand. Nach einem Überblick über die historische Dimension des Geständnisses wird seine Bedeutung für die Strafzumessungspraxis und -lehre dargestellt. In diesem Zusammenhang wird die Untauglichkeit der doppelspurigen Indizkonstruktion aufgezeigt und neuere Lösungsansätze diskutiert. Daran anknüpfend untersucht die Verfasserin den strafmildernden Einfluss des Geständnisses vor dem Hintergrund der Strafzwecke Schuld, General- und Spezialprävention. Sie gelangt zu dem Ergebnis eines kommunikativen, auf Einsicht abstellenden spezialpräventiven Geständnisansatzes, in dessen Folge eine den kriminologischen Erkenntnissen angepasste Neuinterpretation des Resozialisierungsgedankens erfolgen muss.
Aus dem Inhalt: Das Geständnis im rechtsgeschichtlichen Rückblick – § 46 II 2 StGB: Verschuldete Auswirkungen der Tat – Nachtatverhalten – Doppelspurige Indizkonstruktion – Der Schuldgrundsatz und die Lehre der positiven Generalprävention – Das Geständnis als Ausdruck positiver Spezialprävention – Tatproportionale Strafzumessung – Spielraumtheorie.