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Die Gründung der Freiheit

Hannah Arendts politisches Denken über die Legitimität demokratischer Ordnungen

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Stefan Ahrens

Die Frage der Legitimität von Rechts- und Herrschaftsordnungen, eine der zentralen Problemstellungen der politischen Theorie, veränderte in der Moderne sukzessive ihre Bedeutung. Die Entstehung moderner Massendemokratien verringerte keineswegs die Relevanz dieser Frage, sondern verstärkte diese eher noch, da «Transzendenz»-Lösungen zunehmend unbrauchbar wurden und auf fragilere «Immanenz»-Modelle zurückgegriffen werden musste. Das Legitimitätsproblem kann nicht mehr qua Zuschreibung religiöser oder dynastischer Souveränität gelöst werden; ebensowenig kann die Alternative heißen, die Leerstelle der Legitimität moderner Demokratien stillschweigend als Schwachpunkt zu akzeptieren und möglichst unerwähnt zu lassen oder auf den Aspekt der «Ewigkeitsgarantie» bestimmter Verfassungsartikel zu reduzieren. Dennoch besteht eine Möglichkeit, angemessen auf das Problem zu reagieren: Diese lässt sich anhand von Hannah Arendts Theoretisierung der Aspekte «Legitimität» und «Gründung» beschreiben.
Aus dem Inhalt: Verständnisweisen politischer Legitimität – Elemente einer Theorie der Legitimation in Arendts Werken – Die Entstehung von Legitimität im revolutionären Gründungsakt – Der Bezug der demokratischen Legitimität auf das politische Ereignis – Hannah Arendts politisches Denken über die Legitimität demokratischer politischer Ordnungen.