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Strukturelle Diskriminierung und substantielle Chancengleichheit

Eine Untersuchung zu Recht und Wirklichkeit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Gemeinschafts- und Verfassungsrecht- Dargestellt am Beispiel der mittelbaren Diskriminierung von Frauen in Teilzeitbeschäftigung

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Nina Thom

Die Arbeit befaßt sich mit der Problematik der mittelbaren Diskriminierung von Frauen aufgrund struktureller Diskriminierung sowie dem Prinzip der substantiellen Chancengleichheit als Ausprägung der austeilenden Gerechtigkeit (iustitia distributiva) und seiner Bedeutung für das gemeinschafts- und verfassungsrechtliche Verbot der mittelbaren Diskriminierung. Ein Schwerpunkt ist die Frage der objektiven Rechtfertigung einer mittelbar diskriminierenden Regelung, denn hieran wird der Konflikt zwischen dem Anspruch des materiellen Verbots als Ausprägung der iustitia distributiva und seiner tatsächlichen Realisierung besonders deutlich. Thematisiert werden zudem die Beweislastverteilung im Prozeß um mittelbare Diskriminierungen sowie die Rechtsprechung des EuGH zum Ausschluß Teilzeitbeschäftigter von den betrieblichen Systemen der sozialen Sicherheit und ihre Implikationen für das nationale Recht.
Aus dem Inhalt: Einführung in die Problematik der mittelbaren Diskriminierung wegen des Geschlechts – Gleichheits- und Gerechtigkeitsmodelle und die Einordnung des Verbots der mittelbaren Diskriminierung – Die Rechtsgrundlagen des Verbots der mittelbaren Diskriminierung wegen des Geschlechts – Umsetzung und Anwendung des Verbots der mittelbaren Diskriminierung - dargestellt am Beispiel der Benachteiligung von Frauen in Teilzeitbeschäftigung – Durchsetzung und Rechtsfolgen des Verbots der mittelbaren Diskriminierung.