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Form und Funktion der -«(er)l»-Deminutive

Am Beispiel des Grazer Deutsch

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Manfred Glauninger

Deminutive Wortformen auf -(er)l stellen innerhalb des komplexen Varietätenkontinuums Grazer Deutsch ein hochfrequentes, markantes Phänomen dar und bilden den Gegenstand dieser Abhandlung. Dabei erfolgt im analytisch-deskriptiven Teil das morphologische Erfassen einer mengentheoretisch (nicht holistisch) definierten und (zumindest potenziell) empirisch zugänglichen Konstituenten- und Markierungs-Struktur der Formseite des Untersuchungsobjektes. Die Ergebnisse dieser Taxonomie unterstützen im anschließenden synthetisch-interpretativen Teil die Deutung der - (er)l-Deminuierung als ein fest im Grazer Deutsch verankertes, äußerst produktives Modell zur Bildung multifunktionaler Nominationseinheiten. Eine Beschreibung zweier ausgewählter morphopragmatischer Funktionen der -(er)l-Deminutive im Grazer Sprachalltag schließt die Abhandlung ab.
Aus dem Inhalt: Synthetische Deminutive – Grazer Deutsch und Grazerisch – Morphologisches bzw. semantisch-pragmatisches Beschreibungsmodell – Morphologische Struktur, morphologischer Status und pragmatische Funktion des Untersuchungsgegenstandes.