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Die Kultureuropäer

Europäisches Bewusstsein und Intellektuelle in Irland

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Christian Wagenfeld

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Antriebskräften des EG-Beitritts der Republik Irland. Es werden u. a. mentalitätsgeschichtliche Fragestellungen zur Interpretation herangezogen. Damit soll dazu beigetragen werden, das Defizit an kulturellen Erklärungsansätzen für den europäischen Vereinigungsprozess zu beheben. Diese Untersuchung macht sich sozialwissenschaftliche Ansätze sowie die Nationalismustheorien von E. J. Hobsbawm und Benedict Anderson zu nutze und stellt Irland in eine vergleichende Perspektive. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass nicht Wirtschaftsinteressen die Hauptantriebskraft der Integration Irlands darstellten. Stattdessen war die Vorstellung von Europa als Leitbild für Modernität, Pluralismus und Bürgerrechte von mindestens vergleichbarer Bedeutung. Ausgehend von einem kleinen Zirkel irischer Schriftsteller bis hin zur Präsidentin Mary Robinson wird die Entwicklung des Europabildes gezeichnet.
Aus dem Inhalt: Europäisches Bewusstsein in Irland – Europa als Leitbild für Modernität und Bürgerrechte – Irische Schriftsteller, Intellektuelle und Politiker 1930-1990.