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Die Rezeption der Lehre des Ramon Llull in der «Rhetorica Christiana» (Perugia, 1579) des Franziskaners Fray Diego de Valadés

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Linda Báez-Rubi

Die Lehre des mittelalterlichen Wissenschafts- und Missionstheoretikers Ramon Llull (ca. 1232-1316) beeinflußte ein Werk über Rhetorik und Enzyklopädie in Neu-Spanien im 16. Jahrhundert. Der Nachweis dieser Rezeption gilt vor allem für bestimmte Illustrationen, die im Hinblick auf die bildgestützte orale Kultur der Indios besonders bedeutsam sind, da jene von Valadés und seinen Ordensgenossen mit deren Hilfe missioniert wurden. Dieser Einfluß war nicht unmittelbar, und daher werden zunächst vor allem die Dokumente des Lullismus im 15./16. Jahrhundert in ihrem humanistischen Kontext untersucht; die anschließenden Interpretationen folgen der Methode Aby Warburgs.
Aus dem Inhalt: Fray Diego de Valadés: Leben und Werk – Die Rezeption der lullschen Lehre – In rhetoricam Isagoge (1515) und die Rhetorica Christiana – Der Lullismus in Bildern: Die Schöpfung als Spiegelung der Trinität – Enzyklopädische Bäume in der Rhetorica Christiana.