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Wirklichkeit als Gespenst: Nirgendwo und Überall

Paradoxie zwischen Sein und Schein durch "Noise</I> aus literarischer, filmischer und medientheoretischer Perspektive

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Kyunghee Kim

Was versteht man unter «Wirklichkeit»? Diese Frage ist eines der zentralen Themen der philosophischen Tradition und wird gerade in der heutigen Medienlandschaft vielfach diskutiert. Die uralte Dichotomie zwischen Sein und Schein beruht auf permanenter Oszillation. Es geht nicht mehr um die einzelnen Pole, sondern um die Kluft, den Riss, die Differenz dazwischen. Die unendliche mediale Produktion von neuen Welten beschleunigt die Differenz. Dabei spielt Noise, das Rauschen oder die Störung in der subtilen Übergangsgrenze eine entscheidende Rolle. Daher wird die Problematik der Wirklichkeit im medialisierten Zeitalter vergleichbar mit zwei Seiten eines Möbiusbandes oder mit einem Gespenst, das nirgendwo und überall ist. Dieses Phänomen wird im Spiegel von Literatur, Film, Medientheorien und Theologie dargestellt.
Aus dem Inhalt: To be and not to be – O, Wirklichkeit, die es nirgendwo gibt und gleichzeitig überall gibt – Am Anfang war Differenz – Paradoxie der Wirklichkeit.