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Geschichtsbegriff und historische Forschung bei Walter Benjamin

Ein Forschungsprogramm zu Benjamins Kategorien Geschichte, Moderne und Kritik

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Ji-Hyun Ko

Die Studie nimmt die alte Frage nach dem Verhältnis zwischen Theologie und historischem Materialismus bei Walter Benjamin wieder auf, das sich zwar von Anfang an in der breiten öffentlichen Wirkung von Benjamins Denken als aktuell erwies, bis heute aber noch nicht hinreichend geklärt worden ist. Im Zentrum dieser Studie stehen seine zwei Lebenswerke: Ursprung des deutschen Trauerspiels wird anhand der Kategorien Moderne, Geschichte und Kritik analysiert und das Passagen-Werk anhand der Kategorie Geschichte. Die Untersuchung geht den Weg des rekonstruktiven Vergleichs mit dem Denken und Programm von Marx mit dem Ziel, zu überprüfen, inwieweit die philosophische Position der von Benjamin selbst beanspruchten Rolle des materialistischen Historikers zur Geltung kommt. Dabei wird versucht, Benjamins theologische Denkdimension im geistesgeschichtlichen Kontext zu erhellen. Mit den drei zentralen Untersuchungskategorien Geschichte, Moderne und Kritik wird ein Forschungsprogramm zu Benjamins Projekt Paris, die Hauptstadt des neunzehnten Jahrhunderts vorgeschlagen.
Aus dem Inhalt: Die Tragödie-Komödie-Formel bei Karl Marx und die Begrifflichkeit des Trauerspiels bei Walter Benjamin als Theorem der Moderne – Standort der politischen Theologie im Geschichtsdenken von Marx und Benjamin – Philosophisches Programm der Kritik bei Marx und Benjamin: Theorieleitendes Empirie-Konzept – Benjamins Geschichtstheorem von Traum-Erwachen im Programm der Urgeschichte des 19. Jahrhunderts im Kontext des Marxschen Problembewußtseins von Theorie und Praxis – Revolution als Lokomotive oder Notbremse?