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Fetische als Negation der Wirklichkeit

Prolegomena zu einer Theorie des Fetischismus

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Klaus Marquardsen

Der Verfasser beschreibt im Sinne einer «Logik des Unscharfen» (Michel Serres) seine Erfahrung mit dem Phänomen des «Fetisch- charakter der Ware». Am Leitfaden, wonach Sozialvertrag (Marx) und Erkenntnisstruktur (Freud) auch unter der Herrschaft des Fetisch als ein einziger Zusammenhang aufzufassen sei, wird ein Prolegomenon zu einer Psycho-Semiotik entfaltet, deren Zeichenordnung das Imaginäre, Symbolische und Reale ist. Die Heterogenität der ver- schiedenen Fetischbegriffe führte den Verfasser zur Idee, dass es neben dem Wahrnehmungs- und Begriffsapparat, noch einen autonomen Symbolapparat gibt. Resultat der Arbeit: dass das wissenschaftliche Denken lediglich ein «domestiziertes Denken» darstellt, ein Denken, das nicht gelernt hat, reflexive Subjektivität einzuüben.
Aus dem Inhalt: Die Unwahrhaftigkeit: Der Fetisch und die Wissen- schaft - Die Saubohne; Fetischismus und Selbstbewusstsein: Falsches Bewusstsein - Sachliche Gewalt - Drängen des Leibes - Pseudo- konkretheit - Das imaginäre Geld; Der autonome Symbolapparat: Gedächtnis und Symbolapparat.