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Die justizielle Personalanforderungsrechnung

Ein Instrument des modernen Personalmanagements im öffentlichen Dienst?

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Konrad Kmetic

Um die ausreichende personelle Dotierung, aber auch die entsprechenden Arbeitsbedingungen sicherzustellen, wurden Anfang der 90er Jahre unter Federführung eines externen Managementberatungsunternehmens an Österreichs Gerichten Erhebungen zum Personalbedarf und Auslastungsgrad der Rechtsprechungseinrichtungen geführt, welche in eine Modellrechnung mündeten. Mit diesem «Personalanforderungsrechnung» – kurz PAR – genannten Steuerungsinstrument wurden der Justizverwaltung ab diesem Zeitpunkt die in dieser Arbeit näher beschriebenen Kennzahlen zur Personalbewirtschaftung an die Hand gegeben. Seit dieser Zeit verschwanden aber auch die Zweifel an den so unbestechlich scheinenden Zahlen nicht, deckten sich doch die rechnerisch ausgewiesenen «Auslastungsgrade» der Gerichte nicht immer mit den subjektiv empfundenen «Belastungsgraden» der Betroffenen. Inwieweit dies bloß ein Anzeichen allgemein vorhandener Skepsis «Gemessener» am Messsystem darstellte oder der Kritik doch berechtigte Zweifel an der Messbarkeit richterlicher Tätigkeit innewohnte, war Gegenstand der an der Universität Graz durchgeführten Delphi-Studie «PAR-Delphi 2003».
Aus dem Inhalt: Probleme der Leistungsmessung immaterieller Tätigkeiten – Die «Personalanforderungsrechnung» als Verfahren zur Leistungsmessung rechtsprechender Tätigkeit – Aufbau der Justiz in Österreich – Aufgaben und Organe der richterlichen Selbstverwaltung – Das Delphi-Verfahren: vom Prognoseinstrument zur Systemanalyse – Grundprinzipien und Anlage der Durchführung einer Delphi-Erhebung – Einrichtung der Personalanforderungsrechnung (PAR) in Österreichs Gerichten – Kennzahlen zur Auslastungs- und Leistungsmessung von Arbeitskräften nach PAR – Informationsstand und Akzeptanz des Leistungsmessinstrumentariums unter den Betroffenen/«Gemessenen» – Einsatzbereiche der Auslastungsmessung – Stärken- und Schwächenanalyse PAR – Zukünftige Entwicklungen in der Berechnung des richterlichen Personalbedarfes.