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Kindheitsmuster in der österreichischen Gegenwartsliteratur

Zur Genealogie von Kindheit- Ein mentalitätsgeschichtlicher Diskurs im Umfeld von Kindheits- und Kinderliteratur

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Ernst Seibert

Mit dem Begriff Kindheitsliteratur wird das Zusammentreffen zweier synchroner Phänomene erörtert, die besonders in der neueren österreichischen Gegenwartsliteratur vermehrt anzutreffen sind: zum einen die Thematisierung von Kindheit und zum anderen die Adressierung literarischer Texte an eine kindliche Leserschaft auch von Autorinnen und Autoren, die an sich nicht zur Kinderliteratur gezählt werden. Unter diesem Aspekt erscheint es angebracht, die von der allgemeinen Literatur üblicherweise als Subsystem abgetrennte Kinderliteratur als Teil der Kindheitsliteratur zu verstehen und damit gleichzeitig literarische Wertung und pädagogisches Urteil zu entflechten. Dieses Ziel wird in mehreren analytischen Diskursen und in Interpretationen einschlägiger Werke verfolgt.
Aus dem Inhalt: Kindheit als Metapher – Mythos der Kindheit – Telemach versus Robinson – Kinderbuchklassiker – Elternferne – Das fremde Kind – Phantastische Erzählung – Adoleszenzroman – Kindheit als Maskierung.